Grußwort
Jahreslosung 2026
Offenbarung 21,5
Siehe, ich mache alles neu!
Sport ist Bewegung – körperlich, geistig und sozial. Er lebt vom Miteinander, vom fairen Wettstreit, vom gemeinsamen Ziel. Doch auch die Sportarbeit steht immer wieder vor Herausforderungen: Strukturen verändern sich, Ehrenamtliche gehen neue Wege, junge Menschen bringen andere Erwartungen mit. In solchen Momenten kann die Jahreslosung wie ein geistlicher Kompass wirken. Sie erinnert uns daran, dass Veränderung nicht Verlust bedeutet, sondern Chance. Dass Gott selbst derjenige ist, der Neues schafft – auch in unseren Gruppen, Vereinen und Herzen.
„Siehe, ich mache alles neu“ – das kann z. B. heißen:
- Ein Team wächst über sich hinaus, weil es sich auf neue Spielweisen einlässt.
- Eine Sportgruppe findet frischen Zusammenhalt, weil sie sich bewusst Zeit für Andacht und Austausch nimmt.
- Ein langjähriger Ehrenamtlicher übergibt Verantwortung und erlebt, wie junge Menschen mit Begeisterung neue Impulse setzen.
In der christlichen Sportarbeit geht es nicht nur um Training und Turniere. Es geht um Begegnung, um Werte, um Glauben in Bewegung. Die Jahreslosung lädt uns ein, mutig zu sein: alte Muster zu hinterfragen, neue Formate zu entwickeln, Menschen neu zu sehen – mit den Augen der Hoffnung. Vielleicht ist es Zeit, das wöchentliche Training mit einem kurzen Impuls zu beginnen. Oder ein Sportwochenende mit einer Segensfeier zu beschließen. Vielleicht ist es dran, Konflikte offen anzusprechen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Versöhnung gelingen kann.
„Neu“ bedeutet nicht perfekt. Es bedeutet lebendig. Es bedeutet offen für Gottes Wirken. Das kann heißen: Fehler zulassen, aus Niederlagen lernen, Siege gemeinsam feiern – und dabei nie den Menschen aus dem Blick verlieren. Denn jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes, ob auf dem Spielfeld, am Spielfeldrand oder im Organisationsteam.
Die Jahreslosung ist ein Zuspruch: Gott ist am Werk. Auch in der Turnhalle, auf dem Fußballplatz, beim Wandern oder Tischtennis. Er macht alles neu – nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt. Und wir dürfen Teil dieses Prozesses sein. Als Ehrenamtliche, als Mitspielerinnen und Mitspieler, als Glaubende in Bewegung.
Auch unser Ehrenamt ist ein Ort der Erneuerung. Wer sich engagiert, bringt nicht nur Zeit und Kraft ein, sondern auch Ideen, Visionen und Herz. Die Jahreslosung erinnert uns daran, dass Gott selbst unser Tun begleitet und verwandelt. Vielleicht ist es an der Zeit, neue Formate zu wagen: ein Sportgottesdienst im Park, ein interreligiöses Turnier, ein Workshop zu „Spiritualität und Bewegung“. Vielleicht braucht es auch einfach ein offenes Ohr für die Jugendlichen, die sich nach Sinn und Gemeinschaft sehnen.
Unser Tun lebt diese Erneuerung bereits im Alltag: durch inklusive Angebote, generationenübergreifende Begegnungen und die Verbindung von Bewegung und Glauben. Das „Neu-Machen“ zeigt sich dort, wo Sport nicht nur Leistung, sondern Lebensfreude bedeutet. Wo Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder körperlicher Verfassung gemeinsam aktiv sind – getragen von christlichen Werten wie Respekt, Fairness und Nächstenliebe.
„Siehe, ich mache alles neu“ – das ist kein ferner Zukunftstraum, sondern eine Zusage für das Hier und Jetzt. Für jede Trainingseinheit, jedes Gespräch, jedes gemeinsame Lachen. Für eine Sportarbeit, die nicht nur Körper stärkt, sondern auch Seelen berührt.
Lasst uns also mit offenem Herzen und wachem Geist in das neue Jahr gehen. Mit der Gewissheit: Wo wir uns für andere einsetzen, wo wir Gemeinschaft leben, wo wir Glauben und Sport verbinden – da ist Gott mitten unter uns. Und da wird Neues möglich.
Vorstand der ESBB
